Im Tal der roten Trauben:
3-Tagesritt rund um die Ahr
Gerade einmal 89 Kilometer schlängelt sich die Ahr, ein Nebenfluss des Rheins, durch die Eifel. Und doch hat sie auf dieser kurzen Strecke eine landschaftliche Vielfalt geschaffen, die man nicht vermuten mag: Mal sucht sie sich ihren Weg durch tiefe Schluchten und entlang steiler Felswände, dann wieder fließt sie weit und gemächlich und geht bei Remagen mit einer fruchtbaren Auenlandschaft in den Rhein über. In drei Tagen können Wanderreiter auf der hier vorgestellten Tour die Schönheit und Vielfalt des Ahrtals entdecken und genießen.
Wie aus der Zeitschrift „Landlust“ entsprungen, so fühlt man sich bei Johanna Hörsch im Forsthaus Vilmahöhe. Das romantische Bruchsteinhäuschen in Berg-Unterkrälingen ist ein möglicher Ausgangspunkt für den Dreitagesritt durch das Ahrtal. Ob im gemütlichen Innenhof der Wanderreitstation oder auf der Wiese vor dem Haus mit Blick auf die stillen bewaldeten Hügel ringsum – hier beginnt der Urlaub schon am Vorabend des Rittes. Nur schweren Herzens kriecht man in die Federn. Aber: Am nächsten Morgen wartet auf Pferd und Reiter eine Tagesetappe von rund 25 Kilometern mit der ein oder anderen Steigung.

- Das Forsthaus Vilmahöhe, idyllische Wanderreitstation in Berg-Unterkrälingen
Die erste Etappe führt vom Forsthaus Vilmahöhe zum Ferienhof Mallek in Hochacht, am Fuße der „Hohen Acht“ gelegen. Erstmal geht es jedoch ordentlich bergab, hinunter nach Kreuzberg an der Ahr, einem Ortsteil von Altenahr. Schmal und urig verläuft der Weg durch die ruhigen Laubwälder und um den Schildkopf herum, ein felsiger Grat, den Reiter mit ihren Pferden besser meiden sollten. Unten angekommen, folgt der Weg eine Weile dem Verlauf der Ahr, die sich hier tief in das Tal eingeschnitten hat. Steil ragen die Talwände beiderseits hinauf, ein Stück oberhalb thront die Wallfahrtskapelle „Sancta Maria Immaculata“ von Pützfeld, die auf eine lange und bewegte Geschichte bis ins 17. Jahrhundert zurückblickt.
Hier in Pützfeld wird die Ahr überquert und ab jetzt geht es stets bergauf. Erst durch Ahrbrück und von dort ins romantische Denntal, dem Pferd und Reiter nun immer weiter folgen. Noch einmal windet sich der Weg in Schleifen hinauf zur „Hohen Wart“, dann ist das Etappenziel, der Ferienhof Mallek in Hochacht, bald erreicht.

- Die Wallfahrtskapelle „Sancta Maria Immaculata“ von Pützfeld
Am nächsten Tag geht es entlang des Gilgenbaches nach Reifferscheid, einem der höchstgelegenen Orte in der Eifel. Passend dazu öffnet sich die Landschaft hier zu einer offenen Hochebene, von der aus man einen wunderschönen Rundblick auf die bergige Landschaft hat. Weiter geht es wieder hinab an die Ahr ins kleine Örtchen Streitenau. Hier kann man die Ahr bequem über eine Brücke überqueren. Ab nun folgt der Weg dem hübschen Dreisbach-Tal bis kurz vor Ohlenhard. Vorbei am Segelfluggelände geht es weiter hinunter zur Hümmeler Mühle, einem letzten Zeugnis vergangener Mühlenkultur im Armutsbachtal. Nun ist es nur noch ein Katzensprung nach Hümmel, wo die Wanderreiter bereits von Gabriele Dregger auf ihrer Wanderreitstation „Hermannshof“ erwartet werden. Mit insgesamt rund 31 Kilometern ist dies die längste Etappe der Tour.
Auch der dritte und letzte Tag hält einige landschaftliche Highlights bereit: Zunächst folgt der Weg dem wunderschönen und idyllischen Armutsbachtal. Hier soll es sogar noch einige Exemplare des seltenen und scheuen Schwarzstorchs geben. An der Daubiansmühle empfiehlt sich ein Zwischenstopp mit Einkehr. Die Pferde können an Bäumen direkt am Fluss angebunden werden, die Reiter genießen derweil im Biergarten mit Blick auf die Ponies ein kühles Getränk oder eine Bachforelle.

- Rast an der Daubiansmühle

- Auf dem Panoramaweg bei Lind
Weiter geht es über Wald- und Wiesenwege vorbei an Rupperath zum Laubachshof, einem idyllischen Anwesen mitten im Wald gelegen. Von dort aus führt der Weg nun stetig aufwärts bis nach Lind. Hier werden die Reiter entlang eines Panoramaweges mit tollen Aussichten belohnt. Dann ein letzter Anstieg durch den Wald und das Ziel, das Forsthaus Vilmahöhe, ist nach rund 26 Kilometern wieder erreicht.
Weitere Informationen zu dieser Tour findet Ihr in der Infobox in der rechten Spalte.
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