GPS-Welt:

Reiter-Navigation abseits der Straßen

Ohne Zweifel bietet GPS-gestütztes Reiten viele Vorteile. Mit einem Outdoor-GPS-Gerät auf dem Pferderücken weiß man stets, wo man sich befinden und wo es langgeht. Und bei Nebel und Dunkelheit ist das GPS-Gerät eine nützliche Ergänzung zur Papierkarte. Außerdem kann im Falle eines Sturzes die aktuelle Position angezeigt werden um Rettung zu holen.

Im Vergleich zur Auto-Navigation muss man in der Natur einige Dinge beachten. Es handelt sich um das Zusammenspiel von Gerät und GPS-Empfang, PC-Software und dem Internet.


Was ist GPS?

GPS steht für Global Positioning System, d. h. für Globales Positionierungssystem und meint damit ein System zur Bestimmung der eigenen Position mit Hilfe von Satelliten. Im engeren Sinne ist mit GPS das US-amerikanische System gemeint, das heute sowohl von den GPS-Geräten in Autos als auch von mobilen Geräten auf einer Reittour, beim Wandern, Radfahren etc. verwendet wird. Ursprünglich war das Ziel eines solchen Systems ein militärisches. Es wurde durch das amerikanische Verteidigungsministerium aufgebaut und diente zur weltweiten Positionsbestimmung. Start des ersten Satelliten war bereits im Jahre 1978, doch die offizielle Inbetriebnahme fand erst 1995 statt. Weitere GPS-Systeme sind z. B. das im Aufbau befindliche europäische Galileo.

Je mehr Satelliten zur Verfügung stehen, desto genauer wird die Position des Benutzers eingegrenzt. Für eine genaue Standortbestimmung sind vier Satelliten nötig. Zusätzlich kann die Geschwindigkeit des Benutzers und die Bewegungsrichtung ermittelt werden. Damit erhält man einen künstlichen Kompass.

Digitale Tourenplanung und GPS-Touren aus dem Internet

Um diese Vorteile von GPS beim Ausritt voll auszukosten, ist zunächst die Tourenplanung am PC Voraussetzung. Dabei hilft z. B. der Tour Explorer von MagicMaps – eine innovative Software mit vielen Planungswerkzeugen und einfacher Benutzerführung.

Nach der Installation der DVD am heimischen PC kann es losgehen. Das PC-Programm zeigt auf topografischen Detailkarten im Maßstab 1:25.000 alle Wald- und Wiesenwege in der Natur. Nun kann man seine schönsten Ausflüge am PC selber planen, auf die vielen Tourenvorschläge zurückgreifen oder sich GPS-Touren aus dem Internet herunterladen.

Das Strecken- und Höhenprofil zeigt zu jeder Tour die Länge, Dauer und Schwierigkeit – unliebsame Überraschungen im Urlaub entfallen.


Mit dem Tour Explorer plant, verwaltet und archiviert man seine Ausritte, druckt diese dann als Papierkarte aus oder überträgt sie auf mobile GPS-Geräte. Damit ist der Einstieg in die GPS-Welt getätigt und man hat eine Planungsgrundlage.

Die MagicMaps-Software ist erhältlich für Deutschland, Österreich, Luxemburg und die Schweiz. Weitere Informationen und eine Demoversion gibt es unter www.magicmaps.de

Outdoor-Navigation und Gerätewahl

Ist die Tour erstmal geplant, wird diese vom PC auf das GPS-Gerät übertragen. Ein Klick und die Tour wandert per Datenkabel auf das mobile Gerät. Auf dem Display sieht man nun die Tour und die eigene aktuelle GPS-Position. Im Hintergrund hat man idealerweise eine topografische Karte geladen, die die Feld- und Wiesenwege zeigt. Die Aufgabe ist es nun, entlang der Tour zu reiten. Wenn man spontane Abweichungen macht, ist das auch in Ordnung, man sieht stets, wo man ist und kann anschließend wieder auf die geplante Strecke zurückkehren.

Umgekehrt können GPS-Geräte auch Reittouren aufzeichnen. So notiert das Gerät z. B. alle paar Meter die Koordinate (GPS-Tracking). Diese aneinander gereihten Punkte ergeben dann einen GPS-Track, welcher nach der Tour am PC nochmals angeschaut werden kann – entweder mit Planungssoftware oder auch kostenlos mit Google Earth in Luftbildern. So weiß man später genau wo man war und kann mit anderen Reitern den Ausflug Revue passieren lassen oder die Strecke für den nächsten Ausritt am PC nochmals ändern.

Je nach Einsatzgebiet und Geldbeutel gibt es verschieden Lösungen, was die Endgeräte für die GPS-Navigation betrifft. Einen ausgezeichneten Empfang haben sie mittlerweile alle; die eierlegende Wollmilchsau, die alles kann, gibt es aber noch lange nicht.

Kriterien, die man für Outdoor GPS-Lösungen beachten sollten:

- den Preis
- Ablesbarkeit des Displays bei Sonneneinstrahlung
- Laufzeit des Gerätes, denn in der Natur fehlt oft die Steckdose
- wasserdichtes Gehäuse
- In welchen Ländern soll das GPS-Gerät genutzt werden? Soll es auch ins ferne  Ausland gehen? Am besten informiert man sich dann vorab über das Kartenangebot zum Gerät
- Soll das Gerät lediglich Strecken aufzeichnen (GPS-Datenlogger) für die spätere Dokumentation oder soll es zusätzlich auch ein Display haben für die Navigation?

Outdoor GPS Geräte

Extra für den Einsatzbereich im Grünen gebaut, sind die klassischen Outdoorgeräte der Hersteller Garmin, Lowrence, MyNav, etc. Die Preisspanne bewegt sich von knapp 200 € bis über 500 €. Auch Einsteigergeräte haben einen guten GPS-Empfänger integriert, empfehlenswert ist allerdings ein Gerät mit SD-Kartenspeicher. Vorteile: In der Regel wasserdicht und lange Akkulaufzeiten (reicht für einen Tag). Nachteile: Um auf dem Display die Wald- und Wiesenwege entlang der Tour zu sehen, muss eine topografische Karte des Herstellers extra gekauft werden. Sonst sieht man nur eine grobe Basiskarte auf dem Display.

Hybrid-Navis

Die Fima Falk z.B. stellt Auto-Navis her, die zusätzlich in der Natur verwendet werden können. Vorteil: Es können die detailreichen Karten aus der MagicMaps- und KOMPASS-Software übertragen werden, sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, einfache Bedienung und ADFC-Routingfunktion auf Radwegen. Empfehlenswert, wenn man sich sowieso ein Auto Navi kaufen will.

Nachteil: Nicht wasserdicht und geringe Akkulaufzeiten mit ca. 3 bis 4 Stunden; Hierfür gibt es allerdings spezielle Taschen und auch USB-Batterieadapter, die die Laufzeit verlängern.

iPhone, PDAs und Smartphones

Auf windows mobile basierten Endgeräten können ebenfalls Karten von MagicMaps und KOMPASS genutzt werden und aus der PC-Software übertragen werden. Wer solche Geräte sowieso schon besitzt, hat eine sehr preiswerte Outdoornavigation. Erforderlich ist das Zusatzprogramm „MagicMaps2Go“ zum Übertragen der Touren und Kartenausschnitte vom PC. Für das iPhone gibt es die App „Scout“ im App Store für 2,99 €

Vor- und Nachteile siehe Hybrid Navis wie Falk PNDs.

Man sollte sich von der Vielfalt nicht abschrecken lassen. Mit GPS kommt man sicher, schnell und komfortabel ans Ziel und nebenbei hat man noch viel Spaß! Ganz nach dem Motto: Damit der Ausflug ins Grüne nicht zur Fahrt ins Blaue wird wünschen wir einen guten Ausritt – vielleicht schon bald mit GPS und Co!

Unter www.magicmaps.de gibt es viele Informationen, Testberichte und alle Produkte rund um die Themen digitale Karten, GPS und Outdoor-Navigation.

 

 
 
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