Gipfeltreffen: Europas Wanderreiter zu Gast in Reckenthal

Wildmeister Erich Küfner blies das Parforce-Horn


Was für ein Tag war das, der 11. November 2011. Während andernorts die fünfte Jahreszeit eingeläutet wurde und Sankt Martin durch die Straßen ritt, fand in Reckenthal auf dem Fischerhof der Europagipfel der Wanderreiterei statt. Die Deutsche Wanderreiter-Akademie (DWA) hatte geladen und viele waren gekommen: Wanderreitführer aus Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich, Dänemark und Rumänien sorgten für fröhliches Multikulti auf dem Fischerhof. Aber auch aus den schönsten Regionen Deutschlands waren Wanderreiter vor Ort, um sich auszutauschen, neue Bande zu knüpfen und gemeinsame Pläne zu schmieden.

Die Vernetzung unter den Wanderreitbetrieben und die enge Zusammenarbeit an gemeinsamen Projekten ist eine Grundidee der Deutschen Wanderreiter-Akademie. Dass diese auch gelebt wird, zeigt wieder einmal das viel versprechende Programm für 2012, das ganz im Zeichen der europäischen Zusammenarbeit steht: Ob DWA-Stafette – in 80 Tagen von der Nordsee bis ins Schweizer Engadin –, ob „Chianti Classico“, ein Ritt, der die Teilnehmer ins Herz der Toskana entführt, oder ob Berlin – Wien in 27 Tagen, was einst die Kavalleristen in 72 Stunden ritten. Stets ist die Kooperation unter den Wanderreitführen aus den beteiligten Regionen und Ländern ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Umsetzung einer Idee.

Roland Pardey verteilte die Stafetten-Plakette an die Rittführer des DWA-Stafettenritts 2012.
Burkhard Mahlmeister in der Ehrenburger Kuvertüre


Und überhaupt mangelt es den Mitgliedern der DWA nicht an Ideen. So wurden im Rahmen des Europagipfels auch für das Jahr 2012 wieder fünf DWA-Betriebe mit dem Kreativ-Preis für ihr originäres und vielseitiges Reitprogramm ausgezeichnet. Sabine Zuckmantel von „Wanderreiten im Havelland“, Henning Koslowski vom „Mühlenhof Dudensen“, Martin Hundgeburth von „Im Team unterwegs“, Herbert Fischer vom „Fischerhof“ und Piet Rott von „Piets Adventure Trails“ bekamen den Kreativ-Preis vom DWA-Präsidium zugesprochen.

Nun bleibt es bei den Gästen, sich zu entscheiden, welches Angebot man im nächsten Jahr probieren möchte. Auch die traditionell am Pfingst-Sonntag stattfindenden Trüffelritte – zeitgleich an 15 verschiedenen Orten – oder das Ehrenburger Reiterkonvent bieten gute Möglichkeiten, einmal einen neue DWA-Betrieb kennenzulernen.

Am großen Europa-Buffet, welches mit Spezialitäten aus allen Ländern und Regionen der angereisten Wanderreitführer lockte, wurde an diesem Freitag noch lange erzählt und gelacht. Und bestimmt wurde wieder die ein oder andere gemeinsame neue Idee aus der Taufe gehoben. Unser Fazit nach dem Gipfel: Ein toller Tag und eine Deutsche Wanderreiter-Akademie, die sich voller Tatendrang zeigt und aus Ideen Wirklichkeit werden lässt. Weiter so!

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